Heute ist es soweit. Man kann es schon lange in den Supermärkten, Kaufhäusern, ja eigentlich in jedem Lebensraum bemerken: Halloween. Ich habe mich nun lange Jahre gefragt, wie man sich dieser “Mode” entziehen kann, finde ich doch die bizarren Polyesterkostüme, an dem man sich statisch auflädt und alle Rituale, die mit dieser von Amerika “rübergeschwappten” Fest-Euphorie in Verbindung stehen, abscheulich. Warum dieses Fest gefeiert wird, leuchtet mir immer mehr ein, je intensiver ich mich mit der aktuellen Jahreszeit und insbesondere dem temporären Verschwinden des Lichts auseinandersetze.

Es ist der keltischer Brauch Samhain, in dem Halloween seine Wurzeln hat. Jetzt beginn die Jahresnacht, eine Zeit zwischen den Welten. Das Licht nimmt ab, die Natur zieht sich zurück, man gedenkt der Ahnen.

Der Rückgang des Lichts ist es, der mich und vielleicht auch viele andere Menschen unglaublich für zwischenmenschliche Beziehungen sensibilisiert. In dieser Zeit bin ich am liebsten zu Hause, fahre nicht gerne im Dunkeln Auto, liebe die Wärme und den erdigen Geschmack von Wurzelgemüse und verbringe innig Zeit mit meiner Familie. Und wie aus dem nicht sehe ich mich in dieser Woche in Konflikten mit Menschen, mit denen mich etwas verbunden hat. Mir ist, als würde sich  das Tor zur Unterwelt öffnen, mit dem unheilvolle Erfahrungen in mein Bewusstsein rücken. Jetzt ist es an mir, mich mit der Vergangenheit zu konfrontieren, erwachen wieder meine alten Glaubenssätze wie “Du bist eine schlechte Tochter” oder “Du kannst keine Verantwortung für Dein Leben übernehmen”. In diesem Momenten kommt aber ein großen inneres Stopschild hervor, das dem ganzen Gefühlswirrwarr Einhalt gebietet. Dieses Stopschild macht sich in meinem Herzschlag bemerkbar, der trotz schrecklicher verbaler Angriffe ganz ruhig weiter schlägt, auch kann ich gut und liebevoll zu meinen Familienmitgliedern sein, was mir in Zeiten von enormen Stress nicht immer gelingt. Hierin manifestiert sich meine tägliche Meditationspraxis. Es ist ein Sieg der neuen Gewohnheiten und guten von mir etablierten Glaubenssätze über alles, was mich fortlaufend krank gemacht hätte.

“Ich bin eine gute Freundin.” (auch wenn ich direkt jedoch nicht verletzend kommuniziere) – “Ich bin eine gute Tochter” (denn ich kann die Mutter lieben, die alle Verantwortung für ihr Kind negiert hat und die totale Zerstörung aller Beziehungsebenen initiiert)

Vielleicht erlebst Du zur gleichen Zeit Ähnliches, bist empfänglich für die Schwingungen, die in der Jahresnacht passieren. Mein Workshop am 16. November in der Weidenhäuser Sr. 34 in Marburg stellt Dir einen Raum zur Verfügung, in dem Du auch Themen dieser Art klären kannst. Welche negativen Einflüsse vergangener Zeit rauben Dir Kraft, glücklich im Hier und Jetzt zu leben.vVorweg möchte ich Dir eine Technik des Kundalini Yoga an die Hand geben, die Dich in Windeseile ausrichtet, stärken, eine Verbindung zu Dir schafft und Dich Deinen Weg klar sehen lässt. Es ist der Feueratem: Setze Dich dazu entspannt in den Schneidersitz mit gerader Wirbelsäule. Wenn Du magst, kannst Du die Hände auf Deinen Bauch legen. Atme durch die Nase stoßweise aus und pumpe dabei den Nabel in Richtung Wirbelsäule. Beim Einatmen geht er wieder leicht zurück. Übe diese Technik mindestens 3 Minuten und Du bemerkst einen Unterschied zu Deinem vorherigen Gemüts- oder Bewusstseinszustand.

Ich wäre ganz dankbar für Erfahrungsberichte und grüße Dich aus meinem warmen Kämmerlein!

Sat Nam